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Es ist nun schon einige Monate her, dass das Echtzeit-Taktikspiel „Full Spectrum Warrior“ bei uns auf den Markt kam. Auch wenn die Präsentation sehr an einen Shooter erinnerte, so war das Spiel dennoch, wie gesagt, ein Taktikspiel in Echtzeit. An euch lag es, ein Team von US-Soldaten durch die Straßen eines fiktiven Staates zu dirigieren und die Aggressoren niederzuschlagen. Unlängst ist nun „Full Spectrum Warrior: Ten Hammers“ erschienen, der Nachfolger zum preisgekrönten Hit. „Full Spectrum Warrior: Ten Hammers“ versetzt euch in den fiktiven Staat Zekistan, der vom Krieg zerrüttet ist. Zekistan erinnert nicht zuletzt an Staaten wie Pakistan oder Afghanistan, woran ich mich persönlich gestört habe, da die US-Amerikaner mal wieder als die gerechte Weltpolizei schlechthin dargestellt werden, die den besagten asiatischen Staaten Frieden bringt.
Die Kampagne in „Full Spectrum Warrior: Ten Hammers“ umfasst zwölf Missionen, aufgeteilt auf vier Kapitel. Eure Teams dirigiert ihr mit einem Situations-abhängigen Courser durch die Straßen und Häuser und lasst sie so Deckungen einnehmen oder das Feuer auf bestimmte Ziele eröffnen. Neu ist, dass ihr aus der Sicht eines weiteren Teams einem anderen Team Befehle erteilen könnt. Der Vorteil daran ist, dass ihr so immer sicherstellen könnt, dass euer vorrückendes Team genügend Feuerschutz hat. Eure Teams dürft ihr neuerdings auch aufteilen, was aber neben einem großen Vorteil, auch einen ziemlich großen Nachteil hat. Der Vorteil: Euch stehen noch komplexere und strategisch geschicktere Manöver zur Verfügung, mit denen ihr die Feinde in die Zange nehmen könnt. Der große Nachteil ist aber, dass so die Feuerkraft des einzelnen Teams drastisch sinkt. Zwei Mann werden schneller vom Feind überrannt als vier.
Ihr könnt auch neuerdings die Kontrolle über ein Mitglied des Teams übernehmen und mit diesem praktisch manuell zielen (im Vorgänger ging das nur bei Granaten). Hierbei bewegt ihr aber nur den Courser über ein Ziel und gebt den Befehl zum schießen. Alles andere passiert praktisch automatisch. Wie in einem richtigen Shooter kommt ihr euch also nicht vor – das würde aber auch gegen die Grundintention des Spiels verstoßen. Besonders nervig ist aber die Tatsache, dass euer Grenadier – wenn er alleine feuern soll – hin und wieder mal euer gesamtes Team in die Luft sprengt, da die Granate z. B. an eine nahe gelegene Mauer prallt und wieder bei euch landet. Besonders cool ist dafür die Tatsache, dass ihr nun auch Panzer und die berühmten Hummer-Jeeps einsetzen könnt. Stehen euch diese zur Seite, sind Feinde, die nur über eine Maschinenpistole, völlig machtlos. Anders sieht es aber aus, wenn der Feind mit Raketenwerfern ausgerüstet ist, dann kann das böse ins Auge gehen.
Die Gegner-KI ist in „Full Spectrum Warrior: Ten Hammers“ wirklich gut gelungen, wobei es auch ein paar Aussetzer gibt. In der Regel sind die Feinde aber clever genug, um Deckungen einzunehmen und euch aus diesen unter Sperrfeuer zu nehmen. Nur selten passiert es mal, dass der Feind dumm auf und ab läuft und nicht mehr als Kanonenfutter ist. Die Kampagne von „Full Spectrum Warrior: Ten Hammers“ ist nicht sonderlich lang, doch teilweise und besonders auf höherem Schwierigkeitsgrad bockschwer. Frust ist so stellenweise fast vorprogrammiert. Online könnt ihr das Spiel auch kooperativ mit einem Freund zocken oder wahlweise mit mehreren Spielern gegeneinander antreten, was auch ganz spaßig sein kann.
Vom technischen Aspekt her ist „Full Spectrum Warrior: Ten Hammers“ relativ gut gelungen. Die Umgebungen erwecken einen richtig schön dreckigen Eindruck und auch eure Truppe mitsamt ihren Bewegungen sieht gut aus. Nur auf der PlayStation 2 sehen einige Texturen sehr verwaschen aus und allgemein kommt es gelegentlich zu Slowdowns. Der Sound ist ziemlich wuchtig und erweckt einen realistischen Eindruck, die Sprachausgabe ist in Englisch gehalten, nur die Untertitel sind Deutsch.
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| SCREENSHOTS |
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