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Appaloosa Interactive konnte vor langer Zeit mit dem Unterwasser-Spiel „Ecco the Dolphin“ punkten und die Herzen zahlreicher Spieler erobern. Das neuste Spiel der Entwickler versetzt euch wieder in ein Unterwasser-Szenario, doch seid ihr dieses Mal kein friedlicher Delphin, sondern ein großer Weißer Hai. „Weisse Hai, Der - Jaws Unleashed“ heißt das Spiel genau und basiert auf der Filmlizenz von „Der Weisse Hai“, wobei das Spiel selbst viele Jahre nach dem ersten Hai-Film von Steven Spielberg spielt. Ursprünglich lief das Game unter dem Titel „Sole Predator“, da die offizielle Lizenz bei der Ankündigung noch nicht erworben war. Ich bin ehrlich gesagt sehr gespannt auf das Spiel gewesen, da mich diese Tiere einfach interessieren und ich auch die Filme gut fand (wobei diese natürlich alles andere als realistisch waren). Haie sind schlicht und ergreifend keine mordenden Bestien, die durch die Meere schwimmen, nur um Menschen zu fressen. Die Geschichten um so genannte Killer-Haie sind Konstrukte der Menschen, die einfach Angst vor den Tieren haben. Hin und wieder werden zwar Menschen von Haien attackiert, doch sind dies in der Regel Geschehnisse, die auf einer Verwechslung seitens des Hais basieren, da dieser z. B. glaubte, der Surfer wäre eine Robbe. Und was glaubt ihr, wie oft ein Hai schon einen Menschen gesehen und kein weiteres Interesse an ihm gezeigt hat?! Vielleicht seid ihr ja auch schon mal im Meer geschwommen und in der Nähe hat ein Hai seine Bahnen gezogen und ihr habt ihn nur nicht bemerkt, er aber euch. Und trotzdem werden die allermeisten von euch noch über alle Körperteile verfügen.
Nun wollen wir uns aber wieder dem Spiel „Weisse Hai, Der - Jaws Unleashed“ widmen. Der Handlungsort ist Amity Island mit dem direkt angrenzenden Meer. Durch Tourismus und Gewerbe ist die Stadt aufgeblüht und hat auch euch angelockt – im Körper eines Weißen Hais. Und ihr seid natürlich nicht zur Besichtigung da, sondern um nach Futter zu suchen – und dieses ist in Form von Fischen, Robben und Menschen reichlich vorhanden. Auch wenn das Spiel zahlreiche Missionen bietet (dazu gleich mehr), so könnt ihr doch auch einfach frei nach eurem Willen die Gewässer erkunden und Unruhe stiften. Das klingt jetzt ja alles sehr interessant, doch hat die Sache einen gewaltigen Haken, bzw. sogar zwei. Erstens ist die Steuerung wohl im Grunde einfach und eingängig, doch ist sie bei Weitem zu unpräzise. Genau kalkulierte Handlungen sind so praktisch unmöglich. Und zweitens ist die Kameraführung eine einzige Katastrophe. Es ist praktisch unmöglich, sie so einzustellen, dass ihr mal zehn Sekunden lang nicht völlig unbemerkt angegriffen werdet. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich das sehr (negativ) überrascht hat, denn eigentlich müssten die Entwickler es besser können, bedenkt man mal „Ecco the Dolphin“. Alleine diese beiden Tatsachen reichen aus, um euch den Spaß am Spiel zu nehmen, aber es kommt noch besser. Haie jagen im Wasser, aber in „Weisse Hai, Der - Jaws Unleashed“ könnt ihr auch an Land hüpfen und dort fressen, jedoch müsst ihr innerhalb eines bestimmten Zeitlimits wieder im Wasser sein.
Wie bescheuert ist das denn?! Aber leider ist das immer noch nicht das Ende der Fahnenstange. Nun wollen wir uns nämlich den Missionen widmen, welche idiotischer kaum sein könnten. So müsst ihr Schwertwale töten, damit sich eine Tür öffnet oder einen Wissenschaftler packen, diesen ins Wasser ziehen und dann vor einen Key Card Reader halten, um ein Tor zu öffnen. Haie machen so was normalerweise nicht. Solche Aufgaben wirken einfach nur unpassend, zumal kein bisschen Witz versprüht wird. Nicht mal der Hai im Film hat so einen Quark gemacht (und der wurde bekanntlich schon extrem unrealistisch dargestellt). Und leider hat „Weisse Hai, Der - Jaws Unleashed“ auch vom technischen Aspekt her nicht mehr zu bieten. Die Grafik ist ganz einfach veraltet und vollkommen unspektakulär. Zudem gibt es viele Bugs und Slow Downs, wenn man zu viel auf dem Bildschirm los ist. Leider weiß auch der Sound keine spannende Atmosphäre zu kreieren und um ganz ehrlich zu sein, dudelt er in der Regel nur so vor sich hin, ohne auch nur im geringsten zu interessieren.
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| SCREENSHOTS |
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